Die Schützenkompanie Eggen

Schützenkompanie Eggen

Schützenkompanie Eggen

Im Frühjahr des Jahres 1959 stellten Alois Mayer und Johann Simmerle die Schützenkompanie Eggen erstmals wieder auf. Ein Stück Eggen wurde mit einer Gruppe von 18 Mann wieder lebendig. Die Einkleidung mit der originalen alten Tracht gestaltete sich schwierig, alte Trachtenstücke wurden eingesammelt und erneuert. Es wurde Geld gesammelt, etwas steuerte das Land bei, und der Rest wurde aus Eigenmitteln bestritten. 1959 nahmen an den Feierlichkeiten in Innsbruck zwei Fahnenabordnungen in noch alter, abgewitterter Tracht teil, und zwar Alois Mayer, Alois Gall, Franz Lutz, Heinl Pfeifer, Johann Gallmetzer und Johann Simmerle.
Im Jahre 1960 konnte die Kompanie endlich eingekleidet werden und nahm vollzählig an der Fronleichnamsprozession teil. 1961 beflaggte die Schützenkompanie Eggen das Dorf wieder zum ersten Mal seit dem Ersten Weltkrieg.

Aber noch im selben Jahr begann aufgrund der Feuernacht eine Hetzjagd gegen die Schützen. Für längere Zeit wurde das Auftreten der Schützen und Vereinsfahnen untersagt.

SK Eggen - Fronleichnam

Die Kompanie Eggen genießt großes Ansehen im eigenen Dorf und darüber hinaus.

Johann Simmerle ließ deshalb eine große Truhe anfertigen und sammelte alle Trachten ein, um sie darin sicherzustellen. Nach 1967 normalisierte sich die Lage wieder, und die Kompanie konnte wieder bei kirchlichen Festen und weltlichen Veranstaltungen auftreten. Unter den verschiedenen Hauptleuten Alois Mayer, Josef Dejori, Josef Mahlknecht, Franz Pichler, Siegfried Obertegger, Hubert Obertegger und Markus Gallmetzer blühte die Schützenkompanie Eggen wieder richtig auf. Sie zählt heute 23 aktive Mitglieder, wobei zu bemerken ist, dass sie mit einem Durchschnittsalter von 24 Jahren eine der „jüngsten“ Kompanien Südtirols ist.

Besonders stolz ist die Kompanie auf das Heilige Grab, das mit ihrer Hilfe in Eggen erstmals wieder errichtet wurde und jetzt jedes Jahr zu Ostern in neuem Glanze erstrahlt. Ziel der Schützenkompanie Eggen ist es, weiterhin die Festtage und Feierlichkeiten, vor allem im eigenen Dorf, durch ihr Auftreten und Mitwirken schöner zu gestalten und das Trachtenwesen zu pflegen.

Durch die gute Zusammenarbeit mit der Bevölkerung haben die Schützen im Dorf großes Ansehen gewonnen und werden auch weiterhin die Gemeinschaft fördern. Aktuelles Ziel
ist es, die historische Tracht wieder aufrichten zu lassen. So blicken wir Schützen mit Elan und Motivation zuversichtlich auf die kommenden Jahre. Die neuen Trachtenteile wurden 2010 an die Mitglieder verteilt.

Hauptmann ist Florian Major

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